Was uns ausmacht

Die Obstbaumschnittschule ist ein Ort, an dem Menschen lernen, Obstbäume wirklich zu verstehen. Gleichzeitig endet unser Blick nicht am einzelnen Baum. Uns interessieren die Menschen, die diese Landschaften gestalten und pflegen, die Lebensmittel, die dort entstehen, und die Frage, wie lebendige Kulturlandschaften langfristig erhalten bleiben.

Unsere Werte

WISSEN

Fundiertes Wissen verstehen, praktisch anwenden und weitergeben.

KULTURLANDSCHAFT

Obstbäume, Streuobstwiesen und bäuerlich geprägte Landschaften langfristig erhalten.

GEMEINSCHAFT

Unterschiedliche Menschen zusammenbringen und voneinander lernen.

WERTSCHÄTZUNG

Lebensmittel, bäuerliche Arbeit und die Menschen hinter unserer Kulturlandschaft sichtbar machen.

Ein klarer Leitfaden für unterschiedliche Bäume

Wir vermitteln Obstbaumschnitt nicht als Sammlung einzelner Regeln, sondern als klares, nachvollziehbares System. Im Mittelpunkt stehen Aufbau, Vitalität und Entwicklung eines Baumes. Daraus lassen sich passende Schnittentscheidungen ableiten.

Über Jahrzehnte wurde dieser Ansatz in der Praxis erprobt, weiterentwickelt und verfeinert. So bekommen Einsteiger:innen eine klare Orientierung, während erfahrene Praktiker:innen ihr Wissen vertiefen und komplexe Situationen sicherer beurteilen können.

Theorie gibt Orientierung

Du lernst, Aufbau, Vitalität und Entwicklung eines Baumes zu erkennen und Zusammenhänge einzuordnen. So verstehst du, warum bestimmte Schnittmaßnahmen sinnvoll sind.

Praxis schärft den Blick

In den Kursen wird das Gelernte direkt am Baum angewendet, besprochen und weiterentwickelt.

Entscheidungen selbstständig treffen

Mit wachsendem Baumverständnis lernst du, Maßnahmen selbst abzuleiten und ihre möglichen Folgen einzuschätzen – auch bei Bäumen, die nicht ins Lehrbuch passen.

Wissen im Austausch vertiefen

Fragen, Beobachtungen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven helfen, das eigene Verständnis weiterzuentwickeln und neue Lösungswege kennenzulernen.

Streuobstwiesen sind für uns mehr als Orte, an denen Obstbäume stehen. Sie verbinden Lebensmittelerzeugung, Artenvielfalt, Landschaftspflege und bäuerliche Arbeit. Doch diese Landschaften bleiben nur erhalten, wenn ihre Nutzung eine Zukunft hat. Wenn Menschen die Bäume pflegen, das Obst ernten, die Produkte verarbeiten und wenn diese Arbeit und ihre Erzeugnisse wertgeschätzt werden.

Deshalb beschäftigen wir uns nicht nur mit der Frage, wie ein Baum gepflegt wird, sondern auch damit, welche Landschaft wir mit unserem täglichen Handeln schaffen.

Du möchtest tiefer einsteigen?

In unserer Podiumsdiskussion geht es um die Frage, wie Ernährung, Landwirtschaft und Kulturlandschaft zusammenhängen.

Bei der OBS kommen Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen: aus Landwirtschaft, Baumpflege, Gartenbau und Naturschutz – genauso wie Menschen, die gerade erst anfangen, praktisch mit Bäumen und Landschaft zu arbeiten.

Aus diesen Begegnungen ist über die Jahre ein Netzwerk gewachsen, das weit über unsere Kurse hinausreicht: Baumwart:innen, Höfe, Verbände, Initiativen, Gastronomie und andere Partner:innen, mit denen wir Wissen teilen, Projekte entwickeln und Kulturlandschaft gemeinsam weiterdenken.

Beim gemeinsamen Arbeiten entstehen Austausch, Freundschaften und manchmal auch neue Projekte. Und vieles davon bleibt über den letzten Kurstag hinaus.

Wer die Baumwart:innen-Ausbildung abschließt, wird Teil eines Netzwerks aus über 900 Baumwart:innen. Hier werden Erfahrungen geteilt, Fragen aus der Praxis besprochen und neue Kooperationen angestoßen.

Einmal im Jahr kommen die Ausgebildeten der OBS beim Baumwart:innen-Treffen zusammen. Zum Weiterlernen, für Exkursionen und fachlichen Austausch – aber genauso, um bekannte Gesichter wiederzusehen und neue kennenzulernen.

Eine kurze Übersicht der Geschichte der Obstbaumschnittschule…

2000

Die ersten Kurse finden statt

Michael Grolm lehrt Obstbaumschnitt für Kommunen und Vereine.

2008

Gründung der Obstbaumschnittschule

Der Einführungskurs auf Schloss Tonndorf in Thüringen wird angeboten.

2009

Erste Baumwart:innen-Ausbildung

Die OBS entwickelt die erste auf Hochstamm ausgerichtete Ausbildung: vier Wochenenden, rund 80 Stunden.

2018

Ausbau zur zweijährigen Ausbildung

Aufgrund der Nachfrage nach mehr Inhalt und Wissen wurde die 1-jähirge auf 130 Stunden ausgebaut und die 2-jährige kam mit 135 Stunden dazu.

2020

Neue Themen kommen dazu

Mit Jürgen Golz erweitert sich das Angebot unter anderem um das Heckenlegen.

2021

Online-Wissen & Fachverband

Die Online-Seminarreihe entsteht und Menschen der Obstbaumschnittschule gründen den Fachverbands für Obstgehölzpflege.

2026

Zwei neue Standorte für die BWA

Jürgen Golz errichtet den Standort in Norddeutschland und Samuel Schubert in der Schweiz.

2028

Die OBS feiert Jubiläum!

Es erwarten uns spannende Überraschungen zum 20. Geburtstag der Schule…

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